Von wegen "Ich hab schon alle notwendigen Präsentationen/Vorträge"..
Submitted by Christian Schneider on Wed, 2010-03-10 14:47
Nach einigen Jahren in dem Job hab ich gedacht das ich dann doch alle notwendigen Präsentationen und Vorträge.. von wegen. Nächste Woche darf ich einen Tag lang zum Thema Sensibilisierung in Bezug auf Passwortsicherheit und Datenschutz am Arbeitsplatz in $FIRMA einen Vortrag halten und die Mitarbeiter schulen. Ich halte zwar ungern Vorträge, aber immerhin legt $FIRMA wert auf dieses Thema. Und zwar ohne vorherigen Vorfall.
Steuerdaten-CD interessant für Forensiker?
Submitted by Christian Schneider on Fri, 2010-02- 5 16:07
Die umstrittene Steuersünder-CD könnte sich möglicherweise als Bumerang erweisen. Durch datenforensische Methoden können Rückschlüsse auf die Herkunft des Datenträgers, und damit womöglich den Verkäufer, gezogen werden, warnen Experten.
Die deutsche Regierung erwägt, von einer anonymen Schweizer Quelle eine Daten-CD mit den Namen von Steuerhinterziehern zu kaufen. Nicht nur bei gulli:News sorgte dies für kontroverse Diskussionen. Auch die Schweizer sind über das deutsche Verhalten erbost; sie befürchten eine Aushebelung ihres stets hochgehaltenen Bankgeheimnisses. Neben den ethischen und politischen Aspekten sind aber auch technische Besonderheiten zu beachten. Mittels spezieller Verfahren aus der Datenrettung und Forensik ist auch die Herkunft der CD bestimmbar. So können digitale Spuren bis hin zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden, geben die Spezialisten von Kroll Ontrack zu bedenken.
"Es gibt verschiedene Wege, um die Identität des Inhabers der Steuersünder-CD zu ermitteln", erläutert Reinhold Kern, Abteilungsleiter Forensik bei Kroll Ontrack. Beim Brennen einer CD werden dem Fachmann zufolge etwa die Brenn-Software, die Marke des Geräts sowie die Seriennummer des Brenners gespeichert. Anhand dieser Informationen ist beispielsweise ein Arbeitsplatz schnell auffindbar. Somit ließen sich nicht nur Hinweise auf die Echtheit der Daten finden, sondern auch auf denjenigen, der sich mit dem Verkauf dieser Identitäten einige (Millionen) Euro hinzuverdienen will.
Exakte Informationen über die Herkunft der Steuersünder-CD dürften besonders für die betroffenen Banken von Interesse sein. Zwar verfügt der Inhaber über die Möglichkeit, die Daten per Software in einem "relativ einfachen Verfahren" zu verschlüsseln und mit einem 20-Stellen-Passwort zu versehen, das schwer zu knacken sei, wie Kern gegenüber pressetext betont. Spätestens im Fall des Verkaufs müssten die Daten jedoch freigegeben werden. Allerdings weist Kroll Ontrack darauf hin, dass die gerichtliche Verwertbarkeit der forensisch erforschten Informationen von Fachjuristen beurteilt werden müsse.
(via gulli.com
Man beachte den von mir unterstrichenen Satz. In welcher Welt leben diese technischen Vollpfeifen eigentlich? Es gibt etliche OpenSource-Brennprogramme und noch mehr Möglichkeiten anonym zu brennen. Ich kenne einige Internetcafes die das Brennen einer CD anbieten. Wird dann das Internetcafe verklagt? Hoffentlich ist der Verkäufer nicht auf die Idee gekommen die CD im Ausland zu brennen (Tschechien, Polen oder - mein Gott.. - im Urlaub in den USA). Wie kommen die eigentlich auf so wahnwitzige Irrglauben das sowas auch nur annähernd realisierbar ist? Wenn ich mir im Hertie eine Brennsoftware für 5€ kaufe, dann muss ich weder beim Kauf, noch bei der Installation irgendwelche persönlichen Daten eingeben.
Ich seh jetzt schon unseren rollstuhlfahrenden Grundgesetzvergewaltiger das SEK und die GSG9 reaktivieren damit sie sämtliche Nachbarländer Haus für Haus durchsuchen und den Vorschlag bringen, dass man sich beim Kauf irgendeiner CD mit Personalausweis und Fingerabdruck identifizieren muss.
Wie man sich mit sudo(8) gezielt in den Fuß schiessen kann
Submitted by Christian Schneider on Tue, 2009-11-24 14:50
Das man es kann sollte ja bekannt sein; und das man es kann weil $ADMIN ein gutgläubiger Mensch ist (was in dem Job absolut fehl am Platz ist) oder null Ahnung hat (was noch schlimmer ist) ist ja auch noch irgendwie im Bereich des Möglichen, aber das man es kann weil beides auf einmal zutrifft, war sogar mir neu.
$FIRMA hat mehrere Programmierer angestellt, welche u. a. Client-/Server-Applikationen erstellen. Dazu hat jeder seinen eigenen Useraccount incl. SSH, VNC, FTP, SVN und wasweißichnochalles. Außerdem stehen den Programmierern noch einige Kisten im Netzwerk zur Verfügung, auf denen sie ebenfalls einen Account haben um dort ihre Clients/Server abzulegen um sie zu testen. Die Programmierer sind alle Mitglied der extra angelegten Gruppe "developer" (was ja auch durchaus sinnvoll sein kann). Ab und zu wird $ADMIN gebeten einem Developer mal schnell einen Auszug aus einem Logfile zu schicken. Das war ihm auf Dauer anscheinend zuviel Arbeit, so dass er der Gruppe "developer" mittels einem Eintrag in der /etc/sudoers tcpdump(8) erlaubt hat (mit NOPASSWD versteht sich). Einige werden jetzt wahrscheinlich schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber Ruhe bewahren.. der Admin ist zwar ein Idiot, aber die User absolut unverantwortlich (was daran liegt das der Admin ein Idiot ist).
Kein User hatte unterschiedliche Passwörter für SSH, VNC, FTP, SVN und bei jedem User war das Passwort auf dieser Kiste, das gleiche wie auf allen anderen Kisten auf denen $User einen Account hatte. Ergo
Und ich werde doch tatsächlich immer wieder gefragt wieso ich alle Menschen prinzipiell hasse und für Idioten halte.
$FIRMA hat mehrere Programmierer angestellt, welche u. a. Client-/Server-Applikationen erstellen. Dazu hat jeder seinen eigenen Useraccount incl. SSH, VNC, FTP, SVN und wasweißichnochalles. Außerdem stehen den Programmierern noch einige Kisten im Netzwerk zur Verfügung, auf denen sie ebenfalls einen Account haben um dort ihre Clients/Server abzulegen um sie zu testen. Die Programmierer sind alle Mitglied der extra angelegten Gruppe "developer" (was ja auch durchaus sinnvoll sein kann). Ab und zu wird $ADMIN gebeten einem Developer mal schnell einen Auszug aus einem Logfile zu schicken. Das war ihm auf Dauer anscheinend zuviel Arbeit, so dass er der Gruppe "developer" mittels einem Eintrag in der /etc/sudoers tcpdump(8) erlaubt hat (mit NOPASSWD versteht sich). Einige werden jetzt wahrscheinlich schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber Ruhe bewahren.. der Admin ist zwar ein Idiot, aber die User absolut unverantwortlich (was daran liegt das der Admin ein Idiot ist).
Kein User hatte unterschiedliche Passwörter für SSH, VNC, FTP, SVN und bei jedem User war das Passwort auf dieser Kiste, das gleiche wie auf allen anderen Kisten auf denen $User einen Account hatte. Ergo
%user: sudo tcpdump -A -X -n port 21 eingeben, nach USER. und PASS. suchen (All hail ftp!!!111!) und sich dann mit dem gleichen Passwort via SSH oder VNC einloggen. Nachdem ich mich in Anwesenheit des Chefs und des Admins mit verschiedenen Logins authentifiziert habe, kam die Erklärung seitens des Admins überhaupt. Sinngemäß (ich hab den genauen Wortlaut nicht mehr im Kopf) "Die User sind vertrauenswürdig und wenn ich sie überall ein anderes Passwort verwenden müssen, können sie es sich nicht merken oder schreiben es auf und legen es unter die Tastatur".Und ich werde doch tatsächlich immer wieder gefragt wieso ich alle Menschen prinzipiell hasse und für Idioten halte.
Mal wieder Zeit für ein paar Rants
Submitted by Christian Schneider on Sun, 2009-11- 8 06:50
Gibts eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz das einige Addons beim Update von Firefox nicht mehr kompatibel sind oder wird das per random() entschieden? Tab Mix Plus ist da mein absoluter Top-Favorit! Und weil wir grad beim WWW sind.. wer ist eigentlich auf die abgefuckte Idee gekommen, Produktkataloge im Flash-Format anzubieten? Oder noch besser.. der Hersteller von hochwertigen Kunstködern mit eigenem Shop bietet z. B. den Katalog mit als PDF zum freien herunterladen an. Auf RapidShare.. sieht dann in etwa so aus:
Manchmal fühl ich mich einfach nur noch müde.. *sigh*
Diese Datei ist weder einem Premiumaccount, noch einem Collector's Account zugeordnet und kann deshalb insgesamt nur 10 mal heruntergeladen werden.Wieso kriegt es sogar M$ auf die Reihe Patche für Sicherheitslücken online zu stellen und zu dokumentieren, während die Linuxkreaturen kein Wort über gefundene und ggf. behobene Sicherheitslücken verlieren und die Patche klammheimlich einbauen? Wieso fangen einige Mac-User an zu schmollen wenn man ihnen erklärt das die Hardware von Apple veralteter und überteuerter Schrott ist? Was ist so schwer daran, einen halbwegs brauchbaren und ausführlichen Changelog zu erstellen? Mutt ist da auch so ein Fall; ständig kommen neue Features hinzu die irgendwo dokumentiert sind, aber die man erst mit so ekligen Einzeilern wie
Dieses Limit ist erreicht.
Um diese Datei herunterladen zu können, muss der Anbieter entweder die Datei in seinen Collector's Account verschieben, oder die Datei erneut raufladen. Die Datei kann nachträglich in ein Collector's Account verschoben werden. Der Anbieter muss nur auf den Löschlink der Datei klicken, um mehr Informationen zu erhalten.
grep DT_SYN, init.h | sed -e 's/.*"\(.*\)",.*/\1/'raus'grep(1)'en und diff(1)'en muss? Mutt ist da nicht alleine; Slrn, Vim (Ja.
grep DT_ init.h | grep -v define | sort
:h version-7.2 ist mir bekannt, aber da steht nicht drin welche Settings neu sind) und sämtliche GNU-utilities sind da ebenfalls gemeint.Manchmal fühl ich mich einfach nur noch müde.. *sigh*
Root-Exploit im Linux-Kernel entdeckt
Submitted by Christian Schneider on Wed, 2009-11- 4 03:12
http://www.gulli.com/news/root-exploit-im-linux-kernel-entdeckt-2009-11-04
Dem Software-Entwickler Brad Spengler ist es gelungen, einen gefährlichen Bug in allen aktuell produktiv eingesetzten Versionen des Linux-Kernels zu finden. Dieser könnte normalen Benutzern erlauben, Root-Rechte zu erlangen.
Der sogenannte "Null Pointer Dereference Flaw" tritt in allen Versionen des Linux-Kernels bis zum aktuellen Release Candidate 2.6.32 auf. Dies bedeutet, dass praktisch jede produktiv eingesetzte Linux-Maschine verwundbar ist - denn wer setzt schon einen RC produktiv ein? Zwar gibt es eine Möglichkeit, die Ausnutzung der Schwachstelle zu verhindern (es muss das Feature "mmap_min_addr" benutzt werden). Dieses ist jedoch bei Red Hat Enterprise Linux (RHEL), einer populären Linux-Distribution für den professionellen Einsatz, offenbar fehlerhaft implementiert und bietet daher keinen Schutz. Auch zahlreiche Software-Entwickler-Tools sowie das auf Desktop-Systemen beliebte Tool Wine zur Ausführung von Windows-Programmen verhindern eine Nutzung des Features. Dieses ist daher auf zahlreichen Linux-Rechnern deaktiviert. So könnte die Anzahl verwundbarer Rechner beunruhigend hoch sein.
Spengler kritisiert nicht nur die Verantwortlichen von RHEL für ihre fehlerhafte Implementierung der Schutzfunktion (offenbar dem Wunsch nach mehr Kompatibilität geschuldet). Auch an den Entwicklern des Linux-Kernels und ihrem Umgang mit Sicherheitsthemen übt er Kritik. "Ich finde es interessant, dass ich [den Bug] zwei Wochen vor den Leuten gefunden habe, deren Job es ist, so ein Zeug zu finden," sagte er am gestrigen Dienstag, "Sie haben ganze Teams von Leuten und ich bin nur eine Person, die das in ihrer Freizeit macht." Dies ist nicht das erste Mal, dass Spengler die Linux-Kernel-Entwickler für Sicherheitslücken und auch für mangelnde Transparenz beim Bekanntgeben gestopfter Lücken kritisiert.
Quelle: The Register
Linux saugt immer mehr; kann das mal bitte jemand fork()'en oder die dafür zuständigen Leute erschlagen? Danke!
Nachtrag zu "Gekonnt Scheisse bauen"
Submitted by Christian Schneider on Tue, 2009-07-14 14:17
In Bezug auf den vorherigen Eintrag hab ich dem Oberadmin kurz Bescheid gesagt und der Typ ist ja wirklich.. also von dem kann ich noch einiges lernen.
Er guckt sich das an, cloned die Repos auf einer anderen Kiste, biegt die Logins via Portforwarding im Router auf die neue Adresse um, löscht dann fast alle Repos auf der alten Kiste und erstellt eine motd(5) in der U GOT HACKED&OWNED! steht, ruft den zuständigen Admin an und als der ankommt, erzählt er ihm schon fast hysterisch das die Kiste gecrackt wurde und macht Typen richtig Stress von wegen "Schon etliche User haben sich beschwert weil ihre Arbeiten weg sind" usw.
Er stand dann vor den Ruinen des vermeintlich gecrackten Servers und wusste überhaupt nicht was er machen soll und war sichtlich verzweifelt. Der Oberadmin hat ihn dann mit den Worten "Mach Du mal wieder bei Dir weiter; ich versuch das irgendwie zu reparieren." zur Seite geschoben und man konnte ihm seine Dankbarkeit richtig ansehen. Nach dem "Beim nächsten Mal machst Du nicht einfach, sondern läßt es erst von jemandem prüfen wenn Du Dir nicht sicher bist!" sah er aus.. naja.. schonmal 'n geprügelten Hund gesehen? So in etwa. Ich glaub der hätte sich mit dem anderem BOfH glänzend verstanden.
Wie heisst es doch so schön: Man lernt nie aus!
Er guckt sich das an, cloned die Repos auf einer anderen Kiste, biegt die Logins via Portforwarding im Router auf die neue Adresse um, löscht dann fast alle Repos auf der alten Kiste und erstellt eine motd(5) in der U GOT HACKED&OWNED! steht, ruft den zuständigen Admin an und als der ankommt, erzählt er ihm schon fast hysterisch das die Kiste gecrackt wurde und macht Typen richtig Stress von wegen "Schon etliche User haben sich beschwert weil ihre Arbeiten weg sind" usw.
Er stand dann vor den Ruinen des vermeintlich gecrackten Servers und wusste überhaupt nicht was er machen soll und war sichtlich verzweifelt. Der Oberadmin hat ihn dann mit den Worten "Mach Du mal wieder bei Dir weiter; ich versuch das irgendwie zu reparieren." zur Seite geschoben und man konnte ihm seine Dankbarkeit richtig ansehen. Nach dem "Beim nächsten Mal machst Du nicht einfach, sondern läßt es erst von jemandem prüfen wenn Du Dir nicht sicher bist!" sah er aus.. naja.. schonmal 'n geprügelten Hund gesehen? So in etwa. Ich glaub der hätte sich mit dem anderem BOfH glänzend verstanden.
Wie heisst es doch so schön: Man lernt nie aus!
Gekonnt Scheisse bauen
Submitted by Christian Schneider on Tue, 2009-07-14 03:39
Es gibt drei Sorten von Admins: Die einen wissen was sie machen, die anderen wissen es nicht und lassen es von den Admins machen, die wissen was sie tun und dann gibts da noch die, die meinen sie wissen was sie machen und das auch tun obwohl sie keine Ahnung haben. Letztere legen dann auf einer Linux-Kiste ein SVN-Repo an, dessen Root unter / im Dateisystem zu finden, alle User read+write besitzen und eine gültige Loginshell via SSH zur Verfügung haben.
Der Witz an der Sache ist ja eigentlich das ich das grad durch Zufall entdeckt hab und gar nicht dafür bezahlt werde mich darum zu kümmern. Ich glaub ich sag dem Oberadmin später mal Bescheid.
Der Witz an der Sache ist ja eigentlich das ich das grad durch Zufall entdeckt hab und gar nicht dafür bezahlt werde mich darum zu kümmern. Ich glaub ich sag dem Oberadmin später mal Bescheid.
Unleserliche Captchas
Submitted by Christian Schneider on Sun, 2009-06-28 00:14
Ja.. der Artikel Gekrakel gegen Spambots auf TR ist mir genauso wie die technischen Hintergründe bekannt, aber trotzdem nerven CAPTCHAs wie



extremst. Das einzige was man damit ziemlich sicher erreicht, ist das einem User spätestens nach der dritten Falscheingabe die Lust vergeht und ihr ihn nicht wiederseht.
"Was spricht denn gegen ein Backup via ftp?"
Submitted by Christian Schneider on Wed, 2009-06-24 15:12
Die Frage wurde mir heute gestellt, nachdem ich gesagt habe, dass die momentan eingesetzte Backuplösung Scheisse ist. Naja.. prinzipiell ist ein Backup via ftp(1) nicht unbrauchbar, aber in dem Fall schon.
Das Backup wurde aus einem Einzeiler mit tar(1) und find(1) erstellt und das gepackte Archiv anschließend aus dem Backupscript heraus via
Das Backup wurde aus einem Einzeiler mit tar(1) und find(1) erstellt und das gepackte Archiv anschließend aus dem Backupscript heraus via
lftp -u username,password <ip-adresse> übertragen. Das Problem an der Sache ist nur, dass jeder User auf der Kiste mit einem ps ax | grep lftp an die Logindaten kommen kann. Immerhin war NcFTP installiert welches dann auch genutzt wurde. Das macht es nämlich besser$ ps ax | grep ncftpWieso sie nicht einfach rsync(1) oder ähnliches einsetzen, wollte ich dann doch nicht wissen.
11724 pts/0 S+ 0:00 ncftp -u **** -p ********** ftp.host.invalid
Beschlagnahme von E-Mails gelockert
Submitted by Christian Schneider on Thu, 2009-05-14 00:29
Die Polizei darf künftig einfacher über den Provider auf E-Mailkonten zugreifen - und das nicht nur bei schweren Straftaten.
GRUNDSATZURTEIL Zugriffe auf E-Mail-Konten beim Provider sind bei Straftaten aller Art möglich. Vor allem Nutzer von Umsonstdiensten betroffen
FREIBURG taz | Wenn E-Mails beim Provider beschlagnahmt werden, gilt nicht das Fernmeldegeheimnis. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem jetzt erst bekannt gewordenen Beschluss von Ende März. Vielmehr sollen die relativ anspruchslosen Regeln der Postbeschlagnahme gelten.
Von diesem Beschluss sind vor allem die Nutzer von kostenlosen E-Mail-Diensten wie gmx oder web.de betroffen, bei denen alle E-Mails auch nach der Lektüre auf dem Server des Providers verbleiben. Doch auch bei T-Online und anderen klassischen E-Mail-Providern werden eingehende Mails einige Minuten bis Tage beim Anbieter zwischengespeichert, bis sie der Nutzer zum Lesen auf den eigenen Rechner herunterlädt.
Dass die Polizei nach richterlichem Beschluss auf die Mails beim Provider zugreifen kann, war schon bisher klar. Umstritten war aber, wann dies möglich ist. Das Landgericht Hamburg entschied Anfang 2008, dass hier das Fernmeldegeheimnis gilt, auch wenn die Nachrichten dauerhaft auf dem Server des Providers bleiben. Die Beschlagnahme der Mails wäre dann nur bei schweren Straftaten möglich. Dagegen hatte das Landgericht Braunschweig 2006 vertreten, dass es hier um eine ganz normale Beschlagnahme gehe, die bei Straftaten aller Art möglich ist. Schließlich sei der Übertragungsvorgang zumindest bei den gelesenen Mails beendet. Der Nutzer habe es jetzt selbst in der Hand, ob er die Nachrichten löschen will.
Der BGH ging als höchstes deutsches Strafgericht nun einen Mittelweg und wertete die Beschlagnahme von E-Mails auf dem Server des Providers als Postbeschlagnahme. Es gelten damit die gleichen Regeln, wie wenn Briefe oder Telegramme auf dem Postamt beschlagnahmt werden. Zwar ist auch dies bei Straftaten aller Art zulässig, die Durchsicht der Mails muss aber durch den Richter oder einen Staatsanwalt erfolgen, während bei der normalen Beschlagnahme auch ein einfacher Polizist die Mails auswerten dürfte.
Ob dies die endgültige Lösung des Problems ist, wird sich aber noch zeigen. Denn ein vergleichbarer Fall ist schon seit 2006 beim Bundesverfassungsgericht anhängig und noch nicht entschieden. Damals wurde sogar eine einstweilige Anordnung erlassen, um die Nutzung einfach beschlagnahmter Mails zu verhindern. Die zuständigen Richter sind derzeit allerdings wohl zu sehr mit ihren europapolitischen Ambitionen bei der Kontrolle des EU-Reformvertrags beschäftigt.
Die neue BGH-Rechtsprechung hat keine Auswirkungen auf die Beschlagnahme von Mails auf den heimischen Computern. Hier gelten weiter die allgemeinen Beschlagnahmeregeln. Und wenn Mails zwischen den Providern abgefangen werden, gilt dies wie bisher als Telekommunikationsüberwachung. Für die Ermittler dürfte aber der Zugriff beim Provider künftig am bequemsten sein.
(taz.de via Mail)
Guckst Du auch hier und hier. Wer seine Mails noch immer nicht verschlüsselt, der verdient nichts anderes als Schmerzen. Ein "Aber mein Freund/Freundin/Kollege/Bekannter/.. nutzt kein PGP/GPG!" ist kein Argument, sondern lediglich eine Ausrede.













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