„Puff für alle“: Schüler sollen im Unterricht Konzept für Bordell entwickeln
Geschrieben am 25-05-2026 - ⧖ 2 minPreislisten, Personalplanung, sexuelle Vorlieben: Der Arbeitsauftrag an Achtklässler sorgte prompt für Kritik. Wie Schulleitung, Eltern und Politik reagieren.
Eine ungewöhnliche Aufgabenstellung im Biologieunterricht des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Kevelaer hat für erhebliche Unruhe unter Schülern und Eltern gesorgt – und wurde sogar zum Diskussionsthema im Stadtrat. Wie der WDR und die „Rheinische Post“ übereinstimmend berichten, sollten Schüler der achten Klasse im Alter zwischen 13 und 15 Jahren ein fiktives Bordell unter dem Titel „Puff für alle“ konzipieren.
[...] \So sah der Arbeitsauftrag der Schüler aus
Der Arbeitsauftrag, der dem WDR und der „Rheinischen Post“ vorliegt, umfasste detaillierte Fragestellungen zur Ausgestaltung des Betriebs. Die Jugendlichen sollten erarbeiten, welche sexuellen Vorlieben in den Räumen bedient werden müssten und wie das inhaltliche Angebot gestaltet sein sollte. Zudem ging es um die Frage, welche „Fähig- und Fertigkeiten“ das Personal besitzen müsse, um alle Kunden zufriedenzustellen. Auch die Gestaltung von Werbung, Preislisten und der Außenfassade, die Menschen zum Besuch animieren sollte, war Teil des Projekts.
[...] \Diese Kritik kommt aus der Schülerschaft
Kritik an der Methodik kam unter anderem aus der Schülerschaft selbst. Eine 18-jährige Schülerin der Oberstufe äußerte gegenüber dem WDR, dass die Diskussion über Sexarbeit zwar wichtig sei, jedoch in den Sozialwissenschaftsunterricht gehöre und nicht unreflektiert im Biologieunterricht behandelt werden dürfe. Sie kritisierte, dass die Aufgabe die Problematiken der Branche – wie den hohen Frauenanteil und die Ausbeutung – nicht ausreichend differenziere. https://www.nordkurier.de/panorama/puff-fuer-alle-schueler-sollen-im-unterricht-konzept-fuer-bordell-entwickeln-4595186
Parallel dazu gibt es einen Lernrückstand in ganz Deutschland, aber hey.. Details..