- Vorwort
- "Urban legends"
- Software: Programm mag nicht mehr!!!!11
- Hardware: Probleme mit der Hardware
- Umgang mit den verschiedenen Formaten
- HowTo
- FAQ
- Guides
- Handbuch
- Info Packages
- Man-Pages
Die frustrierendste und zugleich unverstaendlichste Antwort eines Profis auf Deine
Anfrage koennte lediglich aus dem Wort RTFM bestehen. Grob uebersetzt:
Lies die verdammte Bedienungsanleitung. Manuals are a fine thing - if read
koennte auch die zynische Antwort sein.
Ich lese immer wieder - egal ob im Chat oder in Newsgroups - die allseits so
beliebten Saetze:
Jeder hat mal angefangen!
Ich bin noch Newbie/Anfaenger/..
Diese Tatsache ist aber keine Entschuldigung fuer das stellen von dummen Fragen
(local copy). Bevor man seine Frage stellt, sollte man sich erstmal
durchlesen.
Es ist zwar logischerweise richtig das jeder mal bei Null angefangen hat, aber
schon hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Linux ist zwar Benutzerfreundlich,
aber nicht Idiotensicher. Wer nicht in der Lage ist, sich hinzusetzen und sich
mit einem Problem zu befassen, der darf sich nicht wundern wenn er von erfahrenen
Anwendern angeschnauzt wird. Nur weil man Newbie ist,
heisst das noch lange nicht das man vom Lesen der Anleitungen befreit ist.
octogen hat mal im BuHa-Board sehr passend geantwortet was den Satz: Ihr habt doch auch klein angefangen! betrifft.
* EVIL-WAX schrieb:
> Oder seid ihr von Natur aus so schlecht erzogen worden von euren Eltern?
> Ihr habt auch klein angefangen wie die, die ihr nun
> ausschimpft/auslacht/fertigmacht/usw..
Nein, ich habe...
1. das Buch gelesen
2. das Buch verstanden? JA -> Weiter bei 3., NEIN -> Zurück zu 1.
3. ausprobiert, was in dem Buch steht
4. richtig gemacht? JA -> Weiter bei 5., NEIN -> Zurück zu 3.
5. nächstes Buch genommen und weiter bei 1.
Nur wenn überhaupt keine Möglichkeit bestand, irgendwelche Informationen
zu einem Thema zu bekommen, oder bei sehr komplexen Themen, oder wenn
ich keine Möglichkeit hatte, etwas selbst auszuprobieren um zu erfahren,
wie es sich auswirkt, habe ich gefragt. Dann war's aber auch oft so,
dass diejenigen, die viel Wissen darüber hatten oder die Möglichkeit, es
zu probieren, auch zuerst mal darüber nachdenken mussten, in ihren
Informationen nachgesehen haben, es selbst ausprobiert haben, oder mir
eben Informationen zur Verfügung gestellt haben, mit dem Kommentar:
"Weiß' selber, aber da steht's drinnen, viel Spaß beim Lesen!". Ich
finde, das war auch ok so.
Es gibt nichts das mehr nervt, als wenn man Fragen stellt, die sich
durch zwei Minuten http://www.google.de/
oder etwas logisches Denken loesen lassen. Das mindeste was erfahrene User von Anfaengern
erwarten, ist, das sie sich bevor sie ihre Frage stellen, selbst um Antworten bemuehen.
Sei es durch Suchen in einer Suchmaschine wie Google oder im
Usenet-Archiv (Google-Groups). Auf Fragen die schon
einige Male beantwortet worden sind, reagieren die meisten erfahrenen Linux/Unix-User meist ziemlich
ungehalten. Das liegt aber nicht daran das sie Dir nicht helfen wollen, sondern vielmehr daran, dass
Du ihre Zeit verschwendest und wichtigere/interessantere Probleme verdraengt werden. Niemand wird Dir
zum x-ten Mal erklaeren wie man vorgeht wenn man sein root-Password vergessen
hat oder was der Grund fuer ein Argument list too long
ist. Fuer sowas haben nette Menschen die Dir helfen wollen, eine FAQ
geschrieben; jetzt liegt es nur noch an Dir diese auch zu lesen.
Es gibt - wie schon gesagt - mehr als genuegend Dokumentationen fuer Linux. Sei es in der Form von
man-Pages,
HOWTO's,
FAQ's,
Guides,
Info Packages
oder der allseits so beliebten README bzw. INSTALL. Was die Unterschiede sind kommt
spaeter.
Um unserem Problem auf die Schliche zu kommen, muessen wir vor allem die kleinen grauen Zellen
im Kopf benutzen und ganz logisch denken. Die von Windows gewohnten Emotionsausbrueche lassen
wir ausnahmsweise mal weg! Da der Kern des Systems (Kernel) recht stabil ist und die
Wahrscheinlichkeit eines Problems dort gering ist, gehen wir Schritt fuer Schritt vor. Zunaechst
gehen wir davon aus, dass das Problem von einem bestimmten Programm verursacht wird. Um Probleme
mit der Hardware und Treibern kuemmern wir uns spaeter.
Wir fühlen uns auch nicht dazu berufen, alles und jeden davon zu überzeugen, dass er Linux
nutzt. Wer Linux nutzen will, soll das tun und wer keine Zeit/Lust hat, Zeit und Arbeit dafuer
aufzubringen, muss ein System nutzen, bei dem das nicht nötig ist. Wundere Dich also nicht wenn auf
Deinen Aufschrei __Ich überlege ob ich nicht wieder auf Windows umsteigen soll!__ ein
"Dann mach das." als Antwort kommt. Welches System Du verwendest, liegt bei Dir! Nicht bei anderen
Usern. Auch wenn es sich hart anhört, aber die Linux-Community braucht Dich nicht, also
erwarte auch nicht, dass sie Dir von irgendjemandem schmackhaft gemacht wird. Es bringt auch nichts
wenn Du Vergleiche zu Windows ziehst. Besonders beliebt sind auch Aussagen wie
> Wieso ist Linux nicht so intuitiv/einfach wie Windows?
Das Problem ist nicht das Betriebssystem, sondern User, die von Windows auf Linux umsteigen.
Diese sind die Bedienung von Windows gewohnt und deswegen kommen die wenigsten mit Linux zurecht.
Sie haben über Jahre hinweg gelernt Windows zu bedienen; das hat nichts mit "intuitiv bedienbar" zu
tun. Das Können wie man Windows bedient, ist das logische Resultat des Lernprozesses. Linux ist
nicht zwingend kompliziert; Linux ist anders und kein besseres Windows.
Die meisten Probleme werden durch ein falsch konfiguriertes oder sonst
irgendwie streikendes Programm verursacht. Machen wir nun folgendes:
- Pruefe, welche Programme an der fehlschlagenden Operation beteiligt sind.
- Versuche an die Ausgabe dieser einzelnen Programme ranzukommen indem
Du z.B. jedes Programm einzeln startest. Unter der grafischen
Oberflaeche X11 geben viele Programme ihre letzen Worte auf dem
Standard- Ausgabe Kanal aus. In diesem Fall hilft es, das Programm
von einem Terminal-Fenster (z.B. xterm) aus zu starten.
Vielen Anwendungen lassen sich auch mit entsprechenden Kommandozeilen
- Parametern genauere Ausgaben entlocken. Lies in diesem Falle die
Hilfe, die Du mit einem der Parameter --help, -h, -help (etc.)
erhaelst.
- Ist das alles nicht moeglich, weil die Kiste keine Eingaben mehr
akzeptiert: Nicht gleich zum Reset- Knopf greifen! Gerade im Falle
eines X11-Crashs laeuft die Kiste durchaus weiter, das X-Window
blockiert jedoch die Eingabe. Wenn Du ein Netzwerk zur Verfuegung
hast, kannst Du Dich dann z.B. per Telnet einloggen und das Problem
analysieren und sogar noch die Kiste anstaendig rebooten!
- Poste die exakten Fehlermeldung und die genaue Vorgehensweise. Mit
Funktioniert nicht!!!11 kann niemand etwas anfangen. Beschreibe Dein
Problem so genau wie moeglich und vergiss auch nicht die Version des Programms
zu nennen.
Danach: Nicht ne Zigarette rauchen und denken uffz, gottseidank vorbei,
sondern die Logfiles lesen. Das Linux-System legt fuer viele Dinge Dateien an,
in denen Ereignisse protokolliert werden. Schau mal in der Gegend um/var/log/
nach. (Diese Dateien sind meistens nur dem Benutzer root zugaenglich). Gerade
Netzwerk-Daemons, die ja keine normalen Ausgaben machen koennen, teilen ihre
Probleme und Erfolgserlebnisse den Logfiles mit.
Wenn keine Logfiles erstellt worden oder vorhanden sind, dann kannst Du das
Kommando strace verwenden. Ein einfacher Aufruf koennte z. B. wie folgt aussehen:
$ strace -f -o /tmp/programm.strace kommando
-f kreiert einen mit strace ueberwachten Prozess mit fork-Kindprozessen (die
Systemaufrufe dieser Kindprozesse werden ebenfalls protokilliert.
-o sorgt dafuer, dass strace die Ausgabe nicht auf die Standardfehlerausgebe, sondern
in die danach angegebene Datei (im obigen Beispiel /tmp/programm.strace) schreibt..
Diese Logdatei kann man anschliessend mit einem Pager wie less,
most, XLess
oder auch einem Editor ansehen.
Sollte dieses Logfile sehr umfangreich sein (was haeufig vorkommt), dann postet es nicht komplett, sondern
uploadet es auf einen Webserver und postet lediglich die URL dazu. Sollte ihr keinen (eigenen) Webserver
haben, dann koennt ihr http://nopaste.php-q.net/ verwenden.
- Die Hardware funktioniert nicht richtig.
- Das ist kein Problem von Linux und wird deswegen hier auch nicht abgehandelt.
Funktionierende Hardware ist jedoch die Voraussetzung fuer ein funktionierendes OS!
Wenn Du Probleme mit Deiner Hardware hast, dann frag in de.comp.hardware.* oder
de.comp.os.unix.linux.hardware nach.
- Die Hardware ist ok, aber ich kann sie nicht richtig ansteuern
- Das ist nun schon eher ein Problem von Linux. Hardware-Geraete werden unter Linux
immer vom Kernel oder von Kernel- Modulen angesteuert. Letztere werden meistens bei
Bedarf automatisch geladen. Ist die Unterstuetzung fuer ein Geraet fest im Kernel
integriert, so wird diese beim Booten aktiviert. Auskunft ueber das System geben
die Pseudo-Dateien im Verzeichnis /proc und die Logfiles in /var/log. (Letztere
sind vor allem hilfreich, wenn die Unterstuetzung fuer ein Geraet nicht funktionieren will.)
Die vorhandenen Dokumentationen liegen meist auch in verschiedenen Formaten vor. Welche das sind und
wie man mit diesen umgeht, wird nachfolgend kurz erklaert:
- foo.ps: Postscript-Datei; kann mit ghostview, gv oder gs betrachtet werden.
- foo.dvi: DVI-Datei; kann mit XDVI betrachtet werden.
- foo.pdf: PDF-Datei; kann z. B. Xpdf betrachtet werden.
- foo.texi: Texinfo-Datei; kann mit texi2dvi, texi2html, texi2pdf oder konvertiert oder mit
"tex foo.texi && xdvi foo.dvi" betrachtet werden.
- foo.tex: LaTeX-Datei; kann mit "latex foo.tex && xdvi foo.dvi" konvertiert und
betrachtet werden.
- foo.txt: PlainText-Datei; kann mit less oder more gelesen werden.
- foo.sgml: SGML-Datei; kann mit sgml2html, sgml2info, sgml2latex, sgml2lyx, sgml2rtf oder
sgml2txt konvertiert und betrachtet werden.
- foo.{1..8}Manpages; koennen mit "groff -man foo.1 -Tascii | col -b | less" konvertiert
und betrachtet werden.
- foo.doc: Das Suffix steht nicht unbedingt fuer eine Datei im Word-Format, sondern es kann
sich auch (was wahrscheinlicher ist) um eine documentation handeln. "file foo.doc" weiss mehr
darueber.
- foo.1.gz: Komprimierte Manpages; diese kann man auch lesen, indem man sie auf STDOUT
entpackt: "gzip -cd foo.1.gz | less"
Die Hilfe fuer die Ungeduldigen stammt aus einem HOWTO, dem DOS-to-Linux-HOWTO.
HOWTO's sind ausfuehrliche Dokumentationen, die Grundlagen erklaeren und nett
formulierte Kochbuecher darstellen. Sie sind eine sehr gute Methode, um
an komplett neue Sachverhalte ranzugehen. Sie sind unter /usr/doc/howto bzw. dessen
Unterverzeichnissen Deines Linuxsystems oder auf der Page des Herstellers zu finden.
Solltes Du sie nicht finden/haben, dann ist das auch nicht weiter schlimm, da man sie
kostenlos unter http://www.tldp.org/HOWTO/HOWTO-INDEX/howtos.html
einsehen und downloaden kann.
FAQ heisst frequently asked question; also haeufig gestellte Fragen.
Sie sind dann hilfreich, wenn Du das Gefuehl hast, dass Du nicht der Erste bist,
der ueber das Problem stolpert. Im Directory /usr/doc/faq Deines Linuxsystems
(und ueberall im Internet) sind sie zu finden. Man findet - Programm spezifische -
FAQ's auch auf der Website des Programmierers/Herstellers. Wenn man die Sourcen eines
Programms runterlaedt, enthaelt das entpackte Archiv meist eine README, INSTALL und
FAQ die man vor der Installation lesen sollte.
TLDP hat ebenfalls einige FAQs zu bieten, die unter
http://www.tldp.org/FAQ/ zur Verfuegung gestellt werden.
Guides sind fast schon richtige Buecher, mit denen umfangreiche Themenkomplexe
behandelt werden. Beispiele sind der Linux System Administrators Guide und Linux
Programmers Guide.. TLDP stellt ebenfalls sehr
viele Guides unter http://www.tldp.org/guides.html
zur kostenlosen Einsicht zur Verfuegung.
Das Handbuch der Distribution bietet spezifische Hilfe zur Installation und Konfiguration an.
Gerade fuer Anfaenger ist das Handbuch der eingesetzten Distrubtion eine sehr gute Hilfe. Linux ist
nicht das bessere Windows; Linux ist anders. Wer nicht in der Lage ist oder keine Lust hat, das
Handbuch und die vorhandenen Dokumentationen zu lesen, wird mit Linux auf Dauer nicht gluecklich
werden.
Das "Problem" ist, dass einige Newbies/Anfaenger/.. (leider) zum
ersten Mal mit Linux durch einer sog. Heft-CD in Kontakt kommen. Diese haben den Nachteil,
dass diverse Programme fehlen und keine Handbuecher mitgeliefert werden und der Einstieg dadurch
erschwert wird. Es gibt aber auch noch die Moeglichkeit, diese Handbuecher online einzusehen. Fast
alle Distrubtionen bieten ihre Handbuecher auch auf ihrer Homepage an. Unter folgenden
Adressen sind die wichtigsten zu finden:
- Debian
- http://www.debiananwenderhandbuch
- Mandriva
- http://www.mandrivauser.de/mdv2006doc/index.html
- RedHat
- http://www.redhat.de/documentation/
- Ubuntu
- http://www.elyps.de/ubuntu_anwenderhandbuch_2.1.pdf
- CRUX
- http://crux.nu/doc/handbook.html
- SuSE
- AdminGuides (PDF),
UserGuide (PDF)
- Linux allgemein
- http://www.linuxfibel.de/
- Gentoo
- http://www.gentoo.de/doc/de/handbook/handbook.xml
- RockLinux
- http://www.rocklinux.org/wiki/Manual
- Slackware
- http://www.slackbook.org/
- FreeBSD
- http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/
- NetBSD
- http://www.lindloff.com/netbsd/handbuchmap.html
- OpenBSD
- http://www.openbsd.org/faq/de/index.html
Info-Pages sind eine Art besser struktierte manpages. Sie werden vor
allem für sogenannte GNU-Software eingesetzt. Infopages finden sich
unter /usr/info bzw. sind mit
info command
aufrufen. info ist aber sehr eigen was die Bedienung
und Navigation angeht. Wer es etwas einfacher und uebersichtlicher haben will, sollte mal einen
Blick auf pinfo werfen.
Wenn Du jetzt immer noch keine Loesung fuer Dein Problem hast - oder nur
schnell etwas nachschlagen willst, dann bieten sich die manpages an.
Der wichtigste Befehl zum lesen von Manpages ist
man -k oder auch apropos. Damit kann man nachschauen, ob es zu einem bestimmten
Stichwort eine manpage gibt, die dieses Stichwort im Titel enthaelt.
Die Manpages gliedern sich in 8 Sektionen:
- Kommandos(1)
- Systemaufrufe(2)
- C-Bibiotheksfunktionen(3)
- Geraetetreiber(4)
- Dateiformate(5)
- Spiele(6)
- Verschiedenes(7)
- Kommandos zur Systemverwaltung(8)
So findet sich eine Manpage zu tty sowohl unter Sektion 1 als auch
unter Sektion 4. Wer einen Befehl sucht, wird sich fuer Sektion 1 und
Sektion 8 interessieren. Wer programmiert, interessiert sich für die
Sektionen 2 und 3, in denen die API der aufrufbaren Funktionen
abgespeichert sind (ueblicherweise fuer die Sprache C).
Wenn Dir jemand mit einem nice(1) auf Deine Frage antwortet, dann heisst das fuer
Dich nicht, das Du das Kommando so in die Shell eingeben sollst, sondern dann meint er das
Du in der Sektion 1 die Manpage von nice lesen sollst. Das funktioniert wie folgt:
(# ist ein Kommentar von mir und $ ist der Prompt)
# Zuerst rufen wir das Kommando "man" ohne Argumente auf:
$ man
What manual page do you want?
# "man" will also wissen, welche Manpage wir lesen wollen.
$ man 1
What manual page do you want from section 1?
# Jetzt will "man" wissen, welche Manpage der Sektion 1 wir lesen wollen.
$ man 1 nice
(Hier ist dann die Manpage von nice.)
Wenn man einem Guru beim manpage lesen ueber die Schulter schaut, glaubt
man, der ist verrueckt oder ein Genie, so schnell wie der die Seiten
durchzischen laesst. Kaum jemand liest sich manpages ganz durch (von
Ausnahmen natuerlich abgesehen...). Sehr haeufig braucht man nur einen
der typischen Abschnitte wie NAME, SYNOPSIS, DESCRIPTION, OPTIONS,
RESOURCES, EXAMPLES, FILES, ENVIRONMENT, SEE ALSO, BUGS, ADDITIONAL
DOCUMENTATION usw., den Rest laesst man einfach durchscrollen.
Note:
Nicht jede Manpage enthaelt alle hier angegebenen Abschnitte! Welche davon in der
Manpage zu finden sind, haengt u. a. vom Umfang des Programms ab.
Deshalb eine kleine Tabelle dieser typischer Abschnitte:
- NAME
- Der Name des Programms und eine kurze Erklaerung was der Sinn des Programms ist.
- SYNOPSIS
- Hier wird kurz die Aufrufesyntax angezeigt.
- DESCRIPTION
- Was es eigentlich ist. In der Regel reicht es aus, die
ersten paar Zeilen zu lesen, um darueber einen groben Eindruck zu haben.
- OPTIONS
- Bei Kommandos, welche Optionen verfuegbar sind.
- RESOURCES
- Zusaetzliche Einstellungen für Xwindow-Programme. Um zu
begreifen, wofuer Resources gut sind, sollten Sie bei man X nachschlagen.
Uebrigens ist unter Linux man X entgegen der Regel eine empfehlenswerte Manpage.
- EXAMPLES
- Beispiele
- FILES
- Auf welche Files Du achten musst bzw. welche Files vom Programm abgearbeitet werden.
- ENVIRONMENT
- Welche Environment-Variable Du setzen kannst bzw. welche Environment-Variablen vom
Programm abgearbeitet werden.
- SEE ALSO
- Welche Manpages verwandte Dinge beschreiben.
- AUTHOR
- Hier steht wer das Programm geschrieben hat.
- COPYRIGHT
- Hier steht unter welchem Copyright das Proramm unterliegt
- BUGS
- Welche Fehler bekannt sind.
- ADDITIONAL DOCUMENTATION
- Wo man weitere Informationen findet (z.B. Buecher).
Zum Lesen der Manpages kann man - wie schon gesagt - das Kommando man verwenden oder man greift
auf Programme wie pinfo oder w3mman
(Bestandteil von W3M) zurueck, welche teilweise komfortabler
zu bedienen sind.
Wenn man diesen Anleitungen gefolgt ist und das Problem noch immer noch loesen konnte, dann kann man
Suchmaschinen wie http://www.google.de/
oder http://groups.google.de/ zu rate
ziehen. In den meisten Faellen findet man dort einen Loesungsansatz. Sollte dies nicht der Fall sein,
dann stellt man seine Frage! Hier muss man aber beachten das man sich an die dort herrschenden
Regeln haelt (i. e. Netiquette, FAQ, ..). Anschliessend sollte man folgende Angeben machen:
- Distribution (Name und Version) Sollte jeder wissen.
- Versionsnummer des Kernels (uname -r).
- Versionsnummer des streikenden Programms
- Programm mit dem Parameter -V oder -v aufrufen. Notfalls den
Parameter zum anzeigen der Version in der Hilfe nachschlagen. Bei
Programmen für die grafische Oberflaeche X11 evtl. den entsprechenden
Menuepunkt aufrufen
- Arbeitsschritt bzw. Aktion / Eingabe, bei welcher der Fehler auftritt (Geschehen genau beobachten)
- Reproduzierbarkeit des Fehlers
- Eingaben wiederholen: tritt das selbe Problem auf? passiert es scheinbar zufaellig?
- Bei Problemen mit der Hardware:
- Typ des problematischen Geraets
- Art des Prozessors
- Groesse des Arbeitsspeicher
- Fehlermeldung des problematischen Programms bzw. Eintraege in Logfiles
- /var/log(Logfiles) bzw. Ausgaben am Prompt (bei X11 Programmen im Terminalfenster ausfuehren)
- Die *genaue* Meldung! Mit funktioniert nicht!!!11 kann niemand etwas anfangen.
Es kommt auch immer wieder vor (besonders bei komplexen Manpages), dass man sie zwar gelesen, aber nicht
verstanden hat. Wenn das bei Dir der Fall ist, dann sag das auch dazu und erklaere was unverstaendlich
ist. Niemand wird Dich anschnauzen, weil Du Fragen zu einer Manpage hast! In solchen Faellen, bekommst
Du fast immer eine detailiere Antwort die sich auf Dein Problem bezieht.
Die meisten User geben Hilfe zur Selbsthilfe. D. h. sie geben Dir nur Stichworte, die Dir weiterhelfen.
Erwarte nicht das sich jemand hinsetzt und Dir eine Step-by-Step - Anleitung schreibt; dazu haben nur
wenige Leute Zeit/Lust. Wenn man Dir eine Manpage als
RTFAQ oder
RTFM empfiehlt, dann ist die Loesung meistens
auch dort zu finden. Wenn Du ein Problem hast, diese zu verstehen oder sie nicht weiterhilft, dann sag das
und poste Deine bisherigen Versuche. Wenn Du das nicht machst, kommt sehr schnell das Verdacht auf, dass Du
sie nicht gelesen hast oder lesen willst.
Wenn Du das alles beruecksichtigst, wirst Du auf Deine Fragen auch brauchbare Antworten bekommen! Zum
besseren Ueberblick sind hier nochmal alle relevanten URLs:
- Keine dummen Fragen stellen
- Dumme Fragen sollte man vermeiden, wenn man brauchbare Antworten erwartet
- Nur ein Ja/Nein als Antwort bekommen?
- Dieser Text wird Dir verraten wieso das der Fall war. Wenn jemand diese paar Zeilen uebersetzen will, soll er das machen ;))
- Fragen richtig stellen
- Der Text von Eric Steven Raymond beschreibt nochmal ausfuehrlich wie man Fragen richtig stellt
- Fehlerberichte
- Hier erfaehrst Du wie man Softwarefehler melden sollte.
- Google
- Die Suchmaschine schlechthin ;)
- Google-Groups
- Ein Webinterface incl. Suchfunktion fuer das Usenet
$Id: rtfm/index.html,v 1.1 2003/06/03 02:53:28 dope Exp dope $
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Last modified: [ 2009-05-09 21:20:00 ]